Falk's Nacht-MTBO
28.11.2011 20:55 von Anke
Alle Jahre Wieder - nein, es ist noch nicht ganz so weit, aber wir haben uns wieder bei Halle zum Nacht-MTBO zusammen gefunden. Bei etwas gemütlicheren Bedingungen als im Vorjahr hatten wir von der ersten bis zur letzten Sekunde Spaß, Freude und schnelle Reifen.
Im
Vorfeld fühlte ich mich ein wenig unfit und empfahl Mark somit sich
ruhig am Morgen beim Rennradtraining nicht zu schonen, damit ihm abends
nicht langweilig werden würde. Gesagt getan :) .
Wir hatten
Startnummer 10 und gingen als Team Lichtblick an den Start. Extra dieses
Jahr wurde eine separate Männerklasse eingeführt. Die Startnummer
entpuppte sich dann auch als Glückszahl, denn in dem Ü-Ei, welches wir
vor dem richtigen Start zusammenbauen mussten steckte schon ein
komplettwagen drinnen, somit hatte ich das Rad schon in der Hand bevor
Mark überhaupt die Schoki vertilgen konnte. Wir eilten zum Startgatter
und verharrten dort für mehr als 5 min für die Planung. Verdamt, es gab
echt viel bei der Streckenplanung zu beachten. Zwei Posten waren mit
Extra-Wertungen (Bogenschießen und Golfen) versehen die es aber nur in
bestimmten Zeitfenstern gab und dann gab es noch einen bewegten Posten,
der mit 5 km/h über die Karte lief. Zu Beginn waren wir also bissel
planlos, aber es reifte der Gedanke dass wir die Posten im Norden bei
Petersberg und Görbitz abholen und dann schauen wie die Zeit läuft um
dann den Wanderposten südlich von Morl abzupassen. Gesagt getan, wir
holten bis auf einen 10er Posten, alle aus dem Norden. Auf dem Weg zum
Westrand der Karte merkte ich dass meine Beine heute überraschend gut
waren und so konnte ich mich von da an häufiger vorne in den Wind
spannen und auf's Tempo drücken. Den Wanderposten gabelten wir direkt
nach seinem Start auf und waren uns so 30 extra-Punkten sicher (obwohl
er falsch gelaufen war ;) ). Wir waren also knapp vor der Halbzeit schon
wieder in der Kartenmitte und es war klar, dass wir in den
verbleibenden 1:40 h noch mit der Fähre über die Saale übersetzen
mussten um die Posten im Süden noch zu holen. Nen netten Pfad an der
Saale lang verpassten wir doch tatsächlich die Fähre in Brachwitz ganz
knapp. Auf dem Weg zur Fähre konnten wir noch eine Lampe eines anderen
Teilnehmers auffinden und einsammeln, er hatte sich hinterher sehr
gefreut sie wieder zu haben. Während wir auf die Fähre warteten
erledigte ich ein kurzes Telefonat. In dieser Zeit hätten wir aber
womöglich auch noch den 10er-Posten in der Nähe der Fähre holen können.
So hatten wir aber ein wenig Erholung für den zweiten Teil. Husti war
ein doch etwas mehr angeschlagen als vermutet, die Nase lief (und auch
noch das Training vom Morgen), so dass er wohl auch nicht so darauf aus
war da noch extra hinzurammeln. Als wir dann endlich das andere
Saaleufer erreichten gab es einen Kletterposten in einem Steinbruch. Bis
dahin lief alles bestens und wir hatten eigentlich nur an einem Posten
bei der Suche nach dem Reflektor ein wenig Zeit verloren. Während Mark
immer zu den Posten kletterte erholte ich mich und überlegte die
schnellste Verbindung zum nächsten Posten. Danach konnte ich meist vor
in den Wind und ab ging die Post. In Halle ging es noch über eine Saale-Brücke
mit Straßenbahn von der ebenfalls eine Lochzange nach unten hing und von
oben am besten zu erreichen war. So sammelten wir noch reichlich Punkte
und begaben uns auf den wohlverdienten Rückweg, mit kräftig Rückenwind.
Bis mir noch in den Sinn kam doch noch einen 10er-Posten am "Wegesrand"
zu holen. Er war vermeintlich, breite Wege und kleine Sträßlein, nah und
leicht zu erreichen. Also versuchten wir es. Doch wir endeten in einem
Wiesengebiet zwischen Hängen und Zäunen. Und als dann auch noch Marks
Licht den Geist aufgab, mußten wir die Suche aufgeben und begaben uns
schnell auf den Rückweg und erreichten das Ziel 1:20 min vor Ablauf
unserer 200 Minuten, die wir benötigen durften.
Am Ende gab es bei
Nudeln und Glühwein die Rennauswertung bei der wir uns über den ersten
Platz in der Mixed-Wertung freuen durften. Wir hatten 300 Punkte, die
beiden ersten Männerteams je 310 und 308, gut für die Männer-Teams, dass
es dieses Jahr keinen Mixed-Bonus gab ;) .
Auf der Heimfahrt
begannen dann aber auch meine Beinchen und Arme an zu brennen und ich
hätte mir einen Tempomat gewünscht. In den neuen Erinnerungen verging
die Zeit bis Dresden auch ganz schnell. Es war mir wieder eine
riesenfreude und es war angenehm nicht durch Eispfützen radeln zu
müssen. Danke Falk und Helfer für den schönen Nacht-MTBO!


