Besucher gesamt:
  164.928
 Zählung seit: 01.12.2000
 (22Online:)
 

8000er Tour im Erzgebirge

02.05.2010 21:07 von Anke

Eine der vielen Touren, die man als Mountainbiker unbedingt mal gefahren sein muss, ist die BIWAK 8000er Tour - eigentlich als 2-Tages-Wanderung gedacht, bietet sich diese Runde ideal zum Abfahren per Mountainbike an einem Tag an. Diese sogenannte Gipfeltour schlängelt sich kreuz und quer durch das Osterzgebirge über vierzehn 8000dm hohe Hügel, die anlässlich einer BIWAK-Tour im Januar 2005 als ersteigenswert auserkoren wurden & eine Homage an die vierzehn 8000er im Himalaya darstellen. Hochkaräter, wie "Hemmschuh", "Scharspitze" und "Stephanshöhe" warten auf die heren Gipfelstürmer.

Am Ausgangspunkt unserer Tour auf dem Parkplatz Raupennest unweit von Altenberg erwartete uns ein bewölkter Himmel und schattige 10°C. Für die anstehende Berg- und Talfahrt waren das aber ideale Bedingungen, zumal es gleich zu Beginn knackig steil zum Geisingberg hochging und uns dabei ordentlich warm wurde. Schöne, verwurzelte Abfahrten, immer wieder giftige Anstiege, die nach frischem Moos duftende Luft und die Stille des Waldes geniesend liesen sich so die ersten sieben 8000er recht locker bewältigen. An der Traugotthöhe bestaunten wir kurz die beeindruckenden Gerätschaften eines dort seinem Hobby nachgehenden Amateurfunkers.

Nach einer Mittagsrast in der Beerenhütte, bei der es warmes Fladenbrot & Nudeln gab, machten wir uns auf die Suche nach der "Unbenannten Höhe". Da wir aber in rasender Abfahrt unbemerkt wohl den entsprechenden Abzweig verpasst haben mussten, setzten wir diesen Hügel kurzentschlossen an's Ende unserer Runde. Nun folgten "Hemmschuh", "Schickelshöhe", "Steinkuppe" etc. in nicht ganz geordneter Reihenfolge, dafür aber mit ordentlich viel Höhenmetern und einigen schönen Trailpassagen dazwischen. Das Gipfelbuch der "Steinkuppe" berichtete uns von einem heldenhaften Feuerwehreinsatz unweit dieser Höhe aufgrund eines Brandes am Vortag. Die "Stephanshöhe" als drittletzten Berg erwartete uns mit den ersten Regentropfen und einer entwendeten Prägemarke - jeder 8000er war mit einer Edelstahlstange und darauf befestigtem Stempel markiert. Hier fehlte der Stempel.

Am letzten 8000er, der "unbenannten Höhe", es regnete mittlerweile Bindfäden, stellten wir überrascht fest, dass sich der Hügel direkt an dem Weg befand, den wir bereits nach der Mittagspause passiert hatten. Wir waren also direkt dran vorbeigerauscht. Egal, schnell noch ein Finisherfoto geschossen & ab ging's zurück zum Ausgangspunkt.

Weil wir mittlerweile doch recht durchnässt waren und zur Belohnung für die Strapazen ging es für einen Teil unserer Gruppe noch für eine knappe Stunde zur wohligen Entspannung in die warmen Fluten des Erholungsbades Raupennest. Entspannt und zufrieden rollten wir danach im Auto zurück nach Dresden. Insgesamt erradelten wir an diesem Tag 75km & 1750Hm auf einer schönen Runde im Osterzgebirge, die man bedenkenlos weiterempfehlen kann. Text und Fotos: Jewu

Zurück

OL-MTB Berichte 2014-2015

04.03.2015 20:34 Ski-O DM am Rennsteig